Gut geplant ist halb erholt

01. Februar 2013

Sie sollten die schönsten Tage im Jahr sein. Damit sie das auch werden, muss ein Chartertörn gut vorbereitet werden. Routenplanung, Kostenkalkulation, Auswahl des Charterschiffs sowie Buchung von An- und Abreise und vieles mehr sind zu erledigen. Aber was, wenn es doch ganz anders kommt?

Die Verantwortung eines Schiffsführers bei einem Chartertörn sowie die Bedeutung einer guten Skipperhaftpflicht- und Kautionsversicherung sind wichtig. Aber was, wenn die Reise erst gar nicht angetreten werden kann?

Viele Charterer verzichten bei der Urlaubsvorbereitung auf eine Reiserücktrittversicherung, um Kosten zu sparen. Verständlich, aber wie unsere Erfahrung aus der Praxis zeigt, dass damit gerade bei einem Chartertörn am falschen Ende gespart wird. Anders als bei üblichen Gruppenreisen, kann bei einem Chartertörn oft die ganze Gruppe nicht fahren, wenn der Skipper ausfällt. Dann sind schnell zigtausende Euro weg, sollte keine Reiserücktrittversicherung abgeschlossen worden sein.

Pantaenius Charterversicherungen, Skipperhaftpflicht, Reiserücktrittskostenversicherung, Kautionsversicherung

Innerhalb des Pantaenius-Charterpakets ist die Reisekostenrücktrittversicherung die mit Abstand am häufigsten in Anspruch genommene Risikodeckung. Deshalb haben wir sie auch in unser Basisangebot integriert. Sie greift im Falle einer Erkrankung, bei einem Unfall und natürlich im Todesfall der versicherten Person oder eines nahen Familienangehörigen. Doch auch eine unerwartete Schwangerschaft oder der Verlust des Arbeitsplatzes, können schnell alle Reisepläne zunichte machen. In unserer Deckung sind sogar Risiken aufgrund von höherer Gewalt abgedeckt, wenn beispielsweise die Wohnung abbrennt und eine Reise in dieser Situation das Letzte ist, wonach einem der Sinn steht. Versichert sind dabei sämtliche Crewmitglieder und der Skipper, insgesamt bis zu zehn Personen, wenn die Reise nicht angetreten werden kann. Abgesehen davon sollte darauf geachtet werden, dass die jeweilige Police nicht nur die Chartergebühren deckt, sondern auch die An- und Abreisekosten.

Am schönsten ist es aber natürlich, wenn die Crew planmäßig in See stechen kann. Schnell die Leinen los und auf zum ersten Etappenziel. Der Skipper und die gesamte Crew sollten sich Zeit nehmen, das Schiff erst richtig kennen zu lernen. Wenn dann alle mit dem Boot vertraut sind, dann können in Hafennähe die Segel und der Motor getestet werden. Treten dann noch Fragen oder Probleme auf, kann alles vor Ort bei der Charterbasis geklärt werden.

Besonderen Wert sollte der Skipper auf eine eingehende Einweisung durch einen Vertreter der Charterfirma legen. Das ist nicht nur im Sinne der eigenen Sicherheit, sondern auch, um sich gegen spätere Regressansprüche aufgrund eventueller nicht erkannter Vorschäden zu schützen. Wir empfehlen ein Übernahmeprotokoll, das Punkt für Punkt abgearbeitet wird.

Aber was tun, wenn gravierende Mängel, eventuell sogar sicherheitsrelevante Mankos bei der Übernahme auftauchen sollten? In solchen Fällen raten wir, nicht einfach loszufahren; vielmehr sollte auf ein Ersatzschiff bestanden werden. Das ist eine schwierige Situation, denn, einerseits hat der Skipper die Verantwortung für seine Mannschaft, andererseits freuen sich natürlich alle auf einen schönen Urlaub. Wir raten daher, sich im Vorwege genau hinsichtlich einer seriösen Charterfirma zu erkundigen.

Ein Charterneuling, der niemanden im Bekanntenkreis hat, der mit Erfahrungswerten weiterhelfen kann, sollte sich an eine zuverlässige Agentur wenden, die Chartertörns vermittelt. Die VDC Vereinigung Deutscher Yacht-Charterunternehmen (www.vdc.de) oder der AKC Arbeitskreis Charterboot (www.charterboot.net) können bei der Suche nach einem verlässlichen Ansprechpartner Hilfestellung leisten. Die Mitgliedschaft in einem dieser Verbände entspricht einem Qualitätssiegel, da sich die Unternehmen zu gewissen Standards verpflicht haben.

Einen Tipp haben wir noch: Preisbewusstsein ist gut, aber bei einem Chartertörn sollte gründlich geprüft werden, bevor bei ein Billigangebot abgeschlossen wird. Die Pflege, der Unterhalt und der Service rund um ein Charterschiff sind aufwendig und kostenintensiv. Da kann es beim Billiganbieter durchaus mal vorkommen, dass das Boot in keinem sonderlich guten Zustand ist.

Für alle Interessierten gibt es unter www.pantaenius.at/charter einen informativen Film zum Thema Chartertörn und -versicherung, der viele nützliche Hinweise liefert.